Besondere Hinweise zur Bewertung der grauen Farbenschläge

Die Farben Grau nehmen aufgrund ihrer starken Verbreitung eine besondere Rolle ein, so dass aus bewertungsfachlicher Sicht an dieser Stelle Hinweise auf wesentliche Beurteilungskriterien angebracht erscheinen. Die folgenden Hinweise zur Bewertung der grauen und weißen Farbenschläge sind daher bei der Beurteilung der entsprechenden Rassen ergänzend zu den dortigen Positionsbeschreibungen anzuwenden.

Hinweise zur Bewertung der grauen Farbenschläge:

Die der Wildform des Kaninchens am nächsten kommende und als „grau“ bezeichnete Färbung des Fellhaars tritt sowohl in der Natur als auch in der domestizierten Form in einer Vielzahl von Varianten und Farbnuancierungen mit in der Praxis stufenlosen Übergängen hinsichtlich des Phänotyps auf. Aus Gründen der Bewertungsökonomie und der Systematik werden in der Rassekaninchenzucht idealtypisch fünf schwarzwildfarbige Farbenschläge unterschieden: Eisengrau, Dunkelgrau, Wildgrau,-Wildfarben, Hasengrau-Wildfarben und Hasenfarbig.

Bei der Anmeldung zur Bewertung sollte eine eindeutige Zuordnung der Phänotypen zu diesen Farbenschlägen erfolgen, wobei im Leistungswettbewerb die dort getroffenen Regelungen zur Kombination „grauer“ Farbenschläge zu beachten sind. Die Zuordnung und die Zusammenstellung der Farbenschläge muss bei der Bewertung beachtet werden.

Die Beschreibung der Farbenschläge in dieser Reihenfolge berücksichtigt die hinsichtlich der Deckfarbe und der Schattierung festzuhaltenden Unterschiede, die den Übergang vom dunkleren zum helleren Phänotyp markieren bzw. von einem Erscheinungsbild, das übenNiegend durch Reduzierung der sogenannten „Gelbverstärker“ (Y-Faktoren) bestimmt ist, zu einem Erscheinungsbild, das überwiegend durch deren Anhäufung hervorgerufen wird. Insbesondere bei den hasenfarbigen Rassen und Farbenschlägen kommt zusätzlich der sogenannte „Breitbandfaktod (w) zum Tragen.

 

Züruck